14.11.2021

Dank als Glücksbringer - Parashat Vayetze von Daniel Neumann 12.11.2021

Parasha Darmstadt

Warum heißen Juden eigentlich Juden? Und gibt es ein Charakteristikum, dass Juden - wenn sie doch nur ihrem eigenen Namen und der damit verbundenen Idealvorstellung entsprechen würden - ausmachen sollte?

Die Geschichte um Leah und ihre 4 Söhne gibt die Antwort. Denn Leah dankte nach der Geburt ihres 4. Sohne dem Ewigen (1. Buch Moses 30:35). Und im Talmud heißt es gar, dass sie die erste gewesen sei, die G"tt gedankt habe (Babylonischer Talmud, Bracht 7b). Dass dies so nicht ganz stimmen kann, liegt auf der Hand. Aber was war dann das besondere an dem 4. Sohn und ihrem Dank? Rabbiner Schmuel Benjamin Sofer meinte, dass darin die Erkenntnis lag, dass gewöhnliche scheinende Dinge in Wirklichkeit außergewöhnlich sind und des Dankes bedürfen. Und Dennis Prager ergänzt, dass Dankbarkeit die Basis eines glücklichen Lebens ist. Zuviel Erwartung verhindert Dankbarkeit. Und ohne Dankbarkeit gibt es kein Glück.

Kommentar von Daniel Neumann, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Darmstadt, zur wöchentlichen Toralesung.

 

Heute ist der

27. Kislev 5782 - 01. Dezember 2021